SchippenkaufDa ich mir eh eine Schippe kaufen musste um das Grab von meinem Vater zu richten, war diese schon mal da.

Dieser Schippenkauf machte keinen Spaß und fand unter absoluter Abneigung statt, denn überhaupt Erde am Grab von meinem Vater zu bewegen war für mich kaum machbar.  Neben diesem Einen schier unüberwindlichen Problem, gab es noch unzählig andere Dinge, die mir auf das Gemüht schlugen. Mir fiel die Decke auf den Kopf und gleichzeitig hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinen Rückzugsort, keinen Platz an dem ich alleine sein konnte, um auch mal meine Gedanken zu sortieren.

So nahm ich Ende 2013 diese ungeliebte Schippe in die Hand und ging in den Wald.

Bestimmt kennt jeder dieses wohltuende Gefühl tief durchzuatmen, um sich Luft zu verschaffen. Zuerst nach jedem Spatenstich, dann nach jedem Zehnten, dann nach jedem Hundertsten. Irgendwann verliert sich diese beklemmende Enge von ganz alleine. Vielleicht ist ja auch der Weg das Ziel, denn ich fing verhältnismäßig schnell an mich wieder über kleine Dinge die ich geschaffen habe zu freuen. Ein Platz zu haben an dem ich ungestört bleiben konnte so lange ich wollte und eine Freude, die mir damals zumindest, keiner nehmen konnte.

2014 liefen die Dinge wieder besser, dann - plötzlich starb meiner Mutter. Ohne zu hinterfragen, ob das was ich mache richtig ist nahm ich diese rote Schippe erneut in die Hand und wußte was zu tun ist.

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